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Geschichte
Im Frühjahr 2002 schlossen sich die beiden
aktiven Ortsfeuerwehren Kümbdchen und Keidelheim zu einer gemeinsamen Wehr zusammen. Ein Jahr zuvor wurde bereits erfolgreich eine Jugendfeuerwehr gegründet. Durch die Nähe der beiden Ortsgemeinden und die vielen gemeinsamen Aktivitäten (Sportverein, Jugendraum, etc.) gab es keinerlei Berührungsängste unter den Mitgliedern.
Nach dem Zusammenschluss blieben zunächst beide Gerätehäuser in Betrieb. Je nach Wohnort konnten die
Kameraden bei Einsätzen die entsprechende Unterkunft anfahren. Alarmiert wurden die Mitglieder allerdings schon gemeinsam. Auch die Fahrzeuge waren entsprechend aufgeteilt. Während in Kümbdchen mit einem TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) ausgerückt wurde, konnte man in Keidelheim auf ein LF8 (Löschgruppenfahrzeug) und einen MTW (Mannschaftstransportwagen) zurückgreifen.
Nach knapp drei Jahren wurde die Unterbringung neu strukturiert. Nach entsprechenden Umbaumaßnahmen wurden im Keidelheimer Gerätehaus neue Spinde für alle Kameraden beschafft. Somit war es nun möglich, gemeinsam aus einem Feuerwehrhaus auszurücken, was die Abläufe erheblich erleichterte.
Das TSF (Standort Kümbdchen) musste 2007 aus Altersgründen außer Dienst gestellt werden. Stattdessen konnte hier der Mehrzweckanhänger untergebracht werden. Die Räumlichkeiten des Gerätehauses in Kümbdchen werden seit dem überwiegend durch die Jugendfeuerwehr genutzt. Darüber hinaus werden dort auch Ausrüstungsgegenstände, sowie Materialien für unsere Feste gelagert. In einem Nebenbau befindet sich ein Lager für Sandsäcke, die bei Hochwasserlagen zum Einsatz kommen.
Aufgaben
Der Aufgabenbereich der Feuerwehren umfasst heute viele Tätigkeitsgebiete. So ist auch die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim nicht nur im reinen Brandschutzwesen tätig:
Durch die Ausstattung mit schwerem Atemschutz werden wir grundsätzlich zu Bränden in den Ortsgemeinden Kümbdchen, Keidelheim, Fronhofen, Biebern, Reich, Wüschheim, Külz und Neuerkirch mitalarmiert. Häufig wird auch unsere Unterstützung bei Einsätzen der Feuerwehr Simmern angefordert. Aufgrund der Nähe zu Krankenhaus, Seniorenheimen und Schulzentrum in Simmern, sind wir dort ebenfalls im Erstalarm integriert. Auch zu Einsätzen über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus wurden wir in der Vergangenheit bereits alarmiert.
Die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim ist zudem im Gefahrstoffkonzept der Verbandsgemeinde Simmern integriert. Kommt es in diesem Gebiet zu einem Unfall mit gefährlichen Stoffen, wird die Einheit durch die Rettungsleitstelle in Kreuznach sofort mitalarmiert. Vor einigen Jahren wurde zudem eine eigene
Messgruppe ins Leben gerufen. Ausgestattet mit dem Material des außer Dienst gestellten Messfahrzeuges (ehemals Standort Simmern), steht diese für Messaufgaben im Bereich Rauchgase, Gefahr- und radioaktive Stoffe zur Verfügung.
Einige unserer Kameraden sind darüber hinaus auch im Gefahrstoffzug des Rhein-Hunsrück-Kreises tätig. Diese Sondereinheit, zusammengesetzt aus Kräften aus dem gesamten Kreisgebiet, kommt bei Unfällen mit Gefahrgut zum Einsatz. Angegliedert sind die Kameraden dort an die Teileinheit Simmern.
Neben diesen Kernaufgaben kommen wir natürlich auch in anderen Bereichen zum Einsatz. Dazu gehören Unwetterlagen mit Hochwasser oder Windbruch, sowie Stromausfälle, Ölspuren und Personensuchen. In den beiden Ortsgemeinden nehmen wir darüber hinaus gemeinnützige Aufgaben wahr, wie beispielsweise die Begleitung des Martinsumzuges, das Einsammeln der Weihnachtsbäume, sowie das Leeren von Senkschächten. Bei den jährlichen Ausflügen der FW Simmern übernimmt die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim für diesen Zeitraum die Vertretung.
Durch die Zusammenführung hat sich die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim zu einer schlagkräftigen Mannschaft entwickelt. In den Reihen der Einsatzabteilung können wir auf fast 40 aktive Kameradinnen und Kameraden zurückgreifen. Neben dem eigenen Übungsbetrieb werden die Mitglieder durch regelmäßige Aus- und Weiterbildungen auf Verbandsgemeinde- und Kreisebene geschult. Zudem veranstalten wir in regelmäßigen Abständen interne Tagesseminare, insbesondere für unsere Atemschutzgeräteträger.
Rückblick 2009
Im Jahr 2008 wurde im Rahmen des Fahrzeug-Konzeptes der Verbandsgemeinde Simmern eine Ersatzbeschaffung für unser Löschgruppenfahrzeug in die Wege geleitet. Das neue Fahrzeug, ein LF10/6, konnte im Oktober 2009 der Wehr übergeben werden und steht seither für den Einsatzdienst zur Verfügung.
Das Jahr 2009 war für die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim ein sehr ereignisreiches Jahr. Neben dem neuen Fahrzeug wurden wir 2009 zu fast 30 Einsätzen alarmiert. Dabei reichte das Einsatzspektrum von Kleinbränden und kleineren technischen Hilfen, bis hin zu größeren Bränden und Unwettereinsätzen.
Die Vielzahl der Einsätze, Übungen und die Einführung des Löschfahrzeuges haben der Mannschaft ein hohes Engagement abverlangt. Freiwillig, ehrenamtlich und für die Allgemeinheit. Einen herzlichen Dank gilt auch denen Personen und Firmen, die uns in dieser Arbeit unterstützt haben !