Tragisches Unglück: Dachstuhlbrand

Kümbdchen

Wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert wird, bedeutet dies meistens, dass Schäden für Mensch, Tier, Umwelt, und Sachwerte drohen, oder sogar bereits eingetreten sind. Dennoch versuchen die Kameraden alles Menschenmögliche, um weiteren Schaden abzuwenden, und zu retten, was zu retten ist. Noch sehr tief sitzt deshalb der Schock des Einsatzes am 16.01.10, bei dem jede Hilfe zu spät kam:

In den frühen Morgenstunden wurden unsere Kameraden zusammen mit der Feuerwehr Simmern zu einem Dachstuhlbrand in Kümbdchen alarmiert. Bereits dreieinhalb Minuten (!) nach dem Aufheulen der Sirenen war die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim vor Ort und Atemschutz-Geräteträger betraten das Gebäude. Die Bewohnerin berichtete, dass ihr 53-jähriger Mann trotz Zurufen in das Dachgeschoss vorgedrungen sei, um zu löschen, oder Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.

Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte der Dachbereich durchgezündet. Die enorme Hitze und herab fallende, brennende Teile der Dachkonstruktion machten ein Vorrücken der Kräfte extrem schwierig. Die dichte Rauchentwicklung und die enge, verwinkelte Bauweise erschwerten die Personensuche zusätzlich.

Nachdem die Kameraden weitere Bereiche ablöschen konnten und eine Rauch-Abzugsöffnung geschaffen hatten, konnte die Person gefunden werden. In einen rauchfreien Bereich gebracht, begannen Notarzt und Rettungsdienst sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Allerdings ohne Erfolg.

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen und die Einsatzkräfte. Die nachalarmierten Kräfte aus Tiefenbach und Laubach unterstützen die weiteren Löscharbeiten mit Atemschutz-Geräteträgern.

Der verstorbene war Mitglied im Feuerwehrförderverein Kümbdchen-Keidelheim, Unterstützer der Feuerwehr und guter Freund der Kameraden. Trauer und Schock sitzen sehr tief bei uns allen. Unser Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen.

 

Weitere Infos und Bildmaterial in der Online-Zeitung "Mehr-Hunsrueck.de"

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